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11.02.2010

Auch Zehnjährige impfen

Nicht nur Kleinkinder und ältere Menschen brauchen Impfungen, um vor gefährlichen Infektionskrankheiten gefeit zu sein, sondern alle. Das schließt auch Zehn- bis Zwölfjährige ein. Denn Impfungen sind ein wesentlicher Baustein für einen langjährigen Gesundheitsschutz.

Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), eine Behörde, die dem Gesundheitsministerium unterstellt ist, erinnert US-amerikanische Eltern daran, auch ihre zehn- bis zwölfjährigen Kinder zu impfen. Viele Kinder werden bereits als Säuglinge gegen eine Reihe von Infektionskrankheiten geimpft. Doch mit den Jahren kann der Impfschutz nachlassen oder das Risiko für Krankheiten ansteigen.

Die in Deutschland zuständige Behörde, die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, empfiehlt für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen neun und 17 Jahren verschiedene Impfungen. So sollten z.B. erneut Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie und Keuchhusten sowie gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) erfolgen. Fehlt dem Nachwuchs der Impfschutz gegen Hepatitis B, empfiehlt die STIKO, die entsprechenden Grundimpfungen nachzuholen. Hatten die Kinder bislang noch keine Windpocken und wurden sie nicht dagegen geimpft, ist eine Impfung gegen die Erreger der Windpocken angezeigt.

Ebenso rät die STIKO, die Impfung gegen Meningokokken C bis zum 18. Geburtstag nachzuholen, wenn sie nicht - wie empfohlen - bereits nach dem 12. Lebensmonat erfolgt ist. Eine Impfung gegen Meningokokken C ist auch nötig, wenn Kontakt mit anderen, an einer invasiven Meningokokken-Infektion erkrankten Kindern und Jugendlichen bzw. Personen bestand. Die Impfung sollte dann möglichst unmittelbar nach dem Kontakt zusätzlich zur Antibiotikaprophylaxe erfolgen.

Wann und welche Impfungen durchgeführt werden, sollten Eltern mit dem behandelnden Arzt besprechen. Die Impfstoffe sind laut verschiedensten Untersuchungen sicher und wirkungsvoll. Relativ milde Nebenwirkungen wie Rötungen und Schmerzen an der Einstichstelle können auftreten. Mancher fällt nach der Impfung in Ohnmacht. Dem können laut CDC Hinsetzen oder -legen für eine Viertelstunde nach dem Impfen vorbeugen. Letztlich sind diese unerwünschten Wirkungen jedoch gegenüber den mitunter schwerwiegenden Komplikationen der Krankheiten, vor denen Impfungen schützen, vergleichsweise gering.

Quelle: Nach Information der Centers for Disease Control and Prevention und des Robert Koch-Instituts, Stand Februar 2010


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