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Viele Eltern haben Angst, das noch unreife Immunsystem ihres Neugeborenen könnte von einer Impfung überfordert sein. Doch nach Angaben von Prof. Dr. Claire-Anne Siegrist haben aktuelle Studien gezeigt, dass das Abwehrsystem von Anfang an in der Lage ist, auf sogenannte Antigene, die in Impfstoffen enthalten sind, angemessen zu reagieren. Daher hob die Direktorin des Center for Vaccinology and Neonatal Immunology an der Universität Genf, Schweiz, beim zweiten Europäischen Kongress für Immunologie in Berlin hervor: "Je früher durch Impfung ein wirksamer Impfschutz aufgebaut werden kann, desto geringer ist das Risiko, dass das Kind an einer gefährlichen Infektion wie Hirnhautentzündung oder Pertussis erkrankt."
Denn nach der Entbindung sind Säuglinge in den ersten drei Monaten zwar noch durch Antikörper der Mutter geschützt. Doch ohne Impfungen entsteht anschließend bis etwa zum 24. Lebensmonat eine Abwehrlücke. "Für diesen Zeitraum ist der Aufbau eines wirksamen Schutzes durch Impfungen von besonderer Bedeutung", betonte Siegrist. Säuglinge könnten auch bei Vorhandensein von mütterlichen Antikörpern eine eigene Immunantwort entwickeln, fügte sie hinzu. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht für den richtigen Zeitpunkt der Impfungen jährlich entsprechende Empfehlungen.
Weitere Informationen zu den Impfempfehlungen unter: www.rki.de/impfen
Quelle: Nach Informationen des Deutschen Ärzteblattes, Oktober 2009
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