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Babys, Kinder und Jugendliche sind besonders von diesen Infektionen betroffen. Die Erkrankungen können jedoch jeden, jederzeit und überall aus plötzlicher Gesundheit heraus treffen. Etwa jeder 10. Mensch trägt diese Bakterien im Nasen-Rachen-Raum und kann andere Menschen unbemerkt anstecken, ohne selbst daran zu erkranken.
Meningokokken sind von einer Kapsel umgeben, haben eine ovale Form und kommen paarweise vor und werden medizinisch Diplokokken genannt. Die Kapsel bestimmt die antigenen Eigenschaften der Meningokokken und ist für die Einteilung in bisher 13 verschiedene Serogruppen (A, B, C, E29, H, I, K, L, M, W135, X, Y, Z) ausschlaggebend. Fünf dieser Gruppen (A, B, C, W135, Y) sind klinisch von Bedeutung. Die überwiegende Mehrzahl der Meningokokken-Infektionen in Europa ist auf Meningokokken der Serogruppen B und C zurückzuführen, an denen allein in Deutschland jährlich bis zu 800 Menschen erkranken. Meningokokken-C-Erkrankungen machen zwar nur ca. 20% davon aus, sind aber auf Grund ihrer schweren und komplikationsreichen Verläufe sehr gefürchtet. Etwa 12% der Erkrankten versterben, bei bis zu 20% treten schwere, bleibende Folgeschäden auf. So kann es infolge einer Meningitis u.a. zu permanenten Hirnschäden, Taubheit sowie Blindheit kommen, und eine Sepsis kann u.a. die Amputation von Gliedmaßen wie Fingern, Zehen oder auch Armen und Beinen erforderlich machen.
Gerade aufgrund der Schwere der Erkrankung durch Meningokokken der Serogruppe C hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die Meningokokken C-Impfung seit 2006 als Standardimpfung in den Impfkalender aufgenommen. Die Impfung gegen Meningokokken C mit einem modernen, sogenannten Konjugat-Impfstoff bietet einen wirksamen Schutz.
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