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Die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der ersten Symptome (Inkubationszeit) beträgt in der Regel 3 bis 4 Tage (kann aber auch in einem Bereich zwischen 2 und 10 Tagen liegen). In Folge einer Meningokokken-Infektion kann es sowohl zu einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) wie auch zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Etwa jede zweite Meningokokken-C-Erkrankung verläuft als eitrige Meningitis und in etwa 25% der Fälle ist der Verlauf durch eine Sepsis gekennzeichnet, in manchen Fällen treten auch beide Krankheitsbilder zusammen auf.
Zu Beginn einer Meningokokken-C-Meningitis können unspezifische, grippeähnliche Symptome, wie hohes Fieber, Erbrechen, Beschwerden im Nasen-Rachen-Raum oder starke Kopfschmerzen auftreten. Die im weiteren Verlauf auftretenden spezifischen Symptome unterscheiden sich je nach Altersgruppe. Während es bei Jugendlichen und Erwachsenen zu einer ausgeprägten Nackensteifigkeit, Lichtscheue und Gelenkschmerzen kommen kann, sind bei Säuglingen u.a. Appetitlosigkeit, Teilnahmslosigkeit und der Unwille von Berührungen mögliche Symptome.
Im Zuge der Meningitis können Komplikationen auftreten, so kann die Entzündung auf das Gehirn (Meningoenzephalitis) bzw. Rückenmark (Meningoenzephalomyelitis) übergreifen. In der Folge kann es zu bleibenden neurologischen Schäden, z.B. Lähmungen oder Gehörverlust, und psychischen Schäden, z.B. geistiger Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten, kommen.
Kommt es zu einer schnellen Vermehrung der C-Meningokokken im Blut, dann besteht für den Infizierten das Risiko einer Blutvergiftung (Sepsis). Nach Angaben des Robert Koch-Instituts tritt bei etwa einem Viertel der Meningokokken-Erkrankungen eine Sepsis auf. Dabei kommt es, wie der Name schon sagt, zu einer Vergiftung des Blutes durch die Toxine und Abfallstoffe der sich rapide vermehrenden Bakterien. Die Sepsis ist in der Regel lebensbedrohlicher als die Meningitis selbst, da die Bakterientoxine in der Blutbahn Gewebe und Organe im Körper schädigen und schlimmstenfalls zu einem septischen Schock führen können. Bei ca. 10-15% der Erkrankten kommt es zu einer besonders schweren Form des septischen Schocks, dem Waterhouse-Friderichsen-Syndrom, welches auch bei sofortiger intensivmedizinischer Behandlung durch eine sehr hohe Sterberate gekennzeichnet ist (bis zu 95%).
Beim Schock kommt es zu einem akut einsetzenden generalisierten Kreislaufversagen, welches zu einer zunehmenden Schädigung von Geweben und Organen durch die Minderdurchblutung und -versorgung führt. Im späten Stadium des Schocks kommt es zur Schädigung der Organe und schlimmstenfalls zum Organversagen. Gekennzeichnet ist die Sepsis durch Hauteinblutungen, die überall am Körper in Form einer Ansammlung winziger roter Flecken beginnen und sich rasch zu frisch aussehenden Hämatomen (blauen Flecken) ausweiten. Der septische Schock kann unheilbare Organ- und Bewusstseinsbeeinträchtigungen mit sich bringen und ist auch bei sofortiger intensivmedizinischer Behandlung mit einer hohen Todesrate behaftet. Eine fulminant verlaufende Form der Sepsis mit starken Blutungen in Haut, Schleimhäuten und Organen ist das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom. Es führt zum Multiorganversagen und ist auch bei sofortiger intensivmedizinischer Behandlung in bis zu 95% der Fälle tödlich. Unbehandelt führt es immer zum Tod.
Innerhalb von 24 Stunden können C-Meningokokken bei einem vollkommen gesunden Menschen zu schwersten Erkrankungen führen. Schwere Verläufe wie Meningitis und Sepsis sind immer Notfälle, die eine sofortige intensivmedizinische Behandlung erfordern. Wenige Stunden können über das Schicksal des Patienten entscheiden.
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