Beginn Inhaltsbereich
Beginn Navigator
Ende Navigator
Etwa 10% der Bevölkerung sind Träger der Bakterien, ohne dass Krankheitssymptome auftreten, bei pubertierenden Jugendlichen kann die Trägerrate bis zu 25% betragen. Wie bei HIB (Haemophilus influenzae Typ b) ist es nicht geklärt, warum sich nur bei einer geringen Anzahl der Keimträger bedrohliche Erkrankungen entwickeln. Doch die Träger der Bakterien können, ohne es zu ahnen, die Meningokokken weiter übertragen.
Meningokokken werden von Mensch zu Mensch durch eine sogenannte "Tröpfcheninfektion" bei engem Kontakt mit einem Erkrankten oder Keimträger übertragen. Tröpfcheninfektion bedeutet, dass Personen, die diesen Erreger auf ihren Schleimhäuten in Nase und Rachen tragen, andere Personen zum Beispiel durch Husten, Niesen, Küssen oder auch durch das gemeinsame Benutzen von Gläsern anstecken können.
Eine Übertragung passiert bevorzugt dort, wo Menschen sehr engen Kontakt haben: In Kindergärten, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln aber auch bei Freizeitvergnügungen wie Diskothekenbesuchen oder Partys.
Besonders leicht passiert das Eindringen der Keime (die so genannte "Invasion") über die Schleimhäute in den Körper - insbesondere bei vorgeschädigten Schleimhäuten, wie z.B. bei Rauchern, Passivrauchern, Allergikern oder bei Menschen mit Erkältungskrankheiten. Auch klimatische Einflüsse scheinen für die Übertragungshäufigkeit eine Rolle zu spielen. In der gemäßigten Klimazone, wie in Deutschland, kommen Erkrankungen am Ende des Winters häufiger vor.
Die Impfung ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Meningokokken C: Sie schützt den Geimpften nicht nur vor Meningokokken-C-Erkrankungen, sondern verhindert auch, dass er als unbemerkter Träger den Erreger an andere Menschen weitergibt.
Ende Inhaltsbereich