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11.11.2009

Frauen mit Kinderwunsch sollten auf Impfschutz achten

Infektionen in der Schwangerschaft stellen auch heutzutage noch immer eine ernstzunehmende Bedrohung für die Schwangere und ihr Kind dar. Daher ist es wichtig, dass sich Frauen mit Kinderwunsch entsprechend beraten und impfen lassen. Während der Schwangerschaft sind Impfungen hingegen nur bei dringender Notwendigkeit angezeigt.

Eine gute Immunität der Schwangeren bietet den besten Schutz vor Infektionserkrankungen für sie selbst und für ihr ungeborenes Kind. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch frühzeitig auf ihren Impfschutz gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts achten. So ist es wichtig, die Grundimmunisierung, die im Kindes- und Jugendalter erfolgt, durch regelmäßige Auffrischimpfungen sicherzustellen, damit der notwendige Impfschutz erhalten bleibt. Außerdem sollte der Frauenarzt im Einzelfall abklären, ob aktuell weitere Impfungen sinnvoll sind, beispielsweise weil gerade eine Infektionserkrankung wie die Neue Grippe grassiert.

Werden die Schutzimpfungen gemäß der STIKO-Empfehlung frühzeitig und weit vor Eintritt einer Schwangerschaft durchgeführt, können sie das Ungeborene bzw. die Schwangere nicht gefährden. Im Gegenteil: Der Impfschutz der Mutter wirkt sich nach der Geburt durch die sogenannte Leihimmunität auch positiv auf das Kind aus und kann es in vielen Fällen vor einer Erkrankung bewahren. Dauer und Höhe dieser Schutzwirkung hängen von der jeweiligen Krankheit und der Immunität der Mutter ab. Zu den Standardimpfungen, die eine Frau unabhängig vom aktuellen Infektionsgeschehen unbedingt vor einer Schwangerschaft vollständig erhalten sollte, zählen Masern-Mumps-Röteln, Diphtherie-Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis, Hepatitis B, Windpocken und saisonale Grippe.

Während der Schwangerschaft werden Impfungen hingegen nur in Einzelfällen unter vorsichtigem Abwägen der Vor- und Nachteile verabreicht. Denn der Körper von Schwangeren reagiert auf Impfungen empfindlicher. Das größte Impfrisiko besteht im ersten Schwangerschaftsdrittel. Allgemein gilt daher, in der Schwangerschaft so wenig wie möglich, jedoch so viel wie nötig zu impfen. Aufgrund der weltweiten Pandemie empfiehlt die STIKO derzeit Schwangeren, vorzugsweise ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, und Wöchnerinnen die Impfung gegen die pandemische, Neue Grippe H1N1.

(Nach Informationen der Fachzeitschrift "Der Gynäkologe" und des "Epidemiologischen Bulletins", Oktober 2009)


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