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06.08.2008

Pakistan: Zunahme von Erkrankungen an Kinderlähmung

Medienberichten zufolge ist es in Pakistan binnen einer Woche zu 8 Erkrankungen an Kinderlähmung (Polio) gekommen.

Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (2007) ist die Zahl der Polio-Infektionen in Pakistan in diesem Jahr bereits um über 50% angewachsen. Nach dem raschen Anstieg der Erkrankungsfälle erhöhen UNICEF und WHO den Druck auf das pakistanische Gesundheitsministerium die Impfkampagnen voranzutreiben.

Auch in Afghanistan - vor allem im Süden des Landes - sind neue Fälle der Erkrankung aufgetreten. Insbesondere aufgrund der Sicherheitslage im Land, sei es nicht möglich im Rahmen der Impfkampagne jeden Haushalt aufzusuchen. Experten warnen davor, dass der Grenzverkehr zwischen Pakistan und Afghanistan ein Ausbreiten der Krankheit begünstigen könnte.

Das Ziel der WHO, die Polio weltweit auszurotten, konnte bisher noch nicht erreicht werden. Nach wie vor kommt es zu Erkrankungen durch Polio-Wildviren in einigen Ländern Afrikas (z.B. Nigeria, Somalia und Niger) sowie Asiens (z.B. Indien, Pakistan, Afghanistan und Bangladesch). Zudem besteht die Gefahr, die Viren aus den Endemiegebieten in Länder zu reimportieren, aus denen längere Zeit keine Infektionen mehr gemeldet wurden. Deshalb ist der Impfschutz vor der Einreise in die endemischen Gebiete sowie in Länder Westafrikas unbedingt aufzufrischen.  Auch die Weiterführung der Polioimpfung in den bereits als poliofrei zertifizierten Ländern ist notwendig, um bei einem Reimport ein erneutes Ausbrechen der Erkrankung zu verhindern.

(Nach Informationen von ProMED-Mail / Redaktion)


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